
Château Branaire-Ducru – elegante Klassik aus Saint-Julien
Die Geschichte von Château Branaire-Ducru begann 1680, als Jean-Baptiste Braneyre
einen Teil des damaligen Besitzes von Beychevelle erwarb. Er erkannte früh das
Potenzial der kiesreichen Böden von Saint-Julien. Seine Nachfahren, die Familie Du Luc,
ließen 1824 das elegante neoklassizistische Château errichten. Bei der Klassifikation
von 1855 wurde Branaire-Ducru als Quatrième Grand Cru Classé aufgenommen.
Seit 1988 befindet sich das Gut im Besitz der Familie Maroteaux. Patrick Maroteaux
leitete eine umfassende Modernisierung ein; seit 2017 führt sein Sohn François-Xavier
die Arbeit fort. 2024 eröffnete das Château einen neuen Keller mit 65 aufgehängten
Tanks, der vollständig nach dem Prinzip der Schwerkraft arbeitet.
Die rund 60 Hektar Weinberge bestehen aus etwa 15 unterschiedlichen Mikroterroirs.
Kies und Geröll aus Ablagerungen der Garonne prägen die Böden und erwärmen sich
schnell. Davon profitiert besonders Cabernet Sauvignon, während Merlot auf
tonhaltigeren Bereichen wächst.
Branaire-Ducru steht für einen klassischen Saint-Julien-Stil: weniger massive Kraft als
vielmehr Balance, Frische und feine Struktur. Schwarze Johannisbeere, Zedernholz,
Gewürze und florale Nuancen verbinden sich häufig mit eleganten Tanninen. Das Gut
zeigt damit exemplarisch, warum Saint-Julien für besonders ausgewogene und
harmonische Médoc-Weine geschätzt wird.
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