
Gaja – eine Ikone des italienischen Weinbaus
Kaum ein Weingut steht so sehr für die Renaissance großer italienischer Weine wie Gaja. Das traditionsreiche Familienweingut wurde 1859 von Giovanni Gaja in Barbaresco im Piemont gegründet und wird mittlerweile in fünfter Generation geführt. Im Mittelpunkt steht seit jeher der Nebbiolo – jene anspruchsvolle Rebsorte, aus der einige der faszinierendsten und langlebigsten Weine Italiens entstehen.
Besonders geprägt wurde Gaja durch Angelo Gaja, der 1961 in den Familienbetrieb eintrat. Mit großem Qualitätsbewusstsein und dem Mut, bestehende Konventionen infrage zu stellen, führte er neue Methoden im Weinberg und Keller ein. Niedrigere Erträge, die separate Vinifikation einzelner Spitzenlagen und der Einsatz kleiner französischer Holzfässer gehörten zu den Maßnahmen, die damals im Piemont für Aufsehen sorgten. Berühmte Weinberge wie Sorì San Lorenzo, Sorì Tildìn und Costa Russi wurden zu international bekannten Namen.
Gaja verbindet dabei Tradition mit Innovationsgeist. Neben den großen Nebbiolo-Weinen experimentierte das Haus früh mit internationalen Rebsorten wie Cabernet Sauvignon und Chardonnay. Gleichzeitig blieb die enge Verbindung zu den eigenen Weinbergen ein zentraler Bestandteil der Philosophie: Die Familie verarbeitet ausschließlich Trauben aus eigenem Anbau.
Heute reicht die Welt von Gaja über das Piemont hinaus bis in die Toskana und nach Sizilien. Dennoch bleibt Barbaresco das historische Herz des Hauses – und Gaja ein Name, der wie kaum ein anderer für den internationalen Aufstieg des italienischen Spitzenweins steht.
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