
Henri Bonneau – eine Legende aus Châteauneuf-du-Pape
Kaum ein Name steht so sehr für die traditionelle Seite von Châteauneuf-du-Pape wie Henri Bonneau. Der 1938 geborene Winzer entstammte der zwölften Generation einer alteingesessenen Winzerfamilie und erzeugte 1956 seinen ersten eigenen Jahrgang. Bis zu seinem Tod im Jahr 2016 entwickelte er sich zu einer der großen Kultfiguren der südlichen Rhône.
Das Besondere an Bonneaus Weinen war ihre kompromisslos traditionelle Entstehung. Seine Weinberge waren vor allem mit Grenache bepflanzt, ergänzt durch kleinere Anteile von Mourvèdre, Counoise und Vaccarèse. Die Erträge waren äußerst niedrig, die Trauben wurden reif gelesen und in Betontanks vergoren. Anschließend begann das vielleicht wichtigste Element seiner Philosophie: Zeit. Die Weine reiften über viele Jahre in alten Holzfässern – teilweise vier bis zehn Jahre –, bevor Bonneau entschied, welche Partien für die jeweiligen Cuvées bestimmt waren.
Berühmt wurde vor allem die Réserve des Célestins, die nur entstand, wenn die Qualität des Jahrgangs Bonneaus Vorstellungen entsprach. Daneben zählen Marie Beurrier und der klassische Châteauneuf-du-Pape zu den bekanntesten Weinen des Hauses. Eine besondere Rarität ist die Cuvée Spéciale, die lediglich 1990 und 1998 abgefüllt wurde.
Henri Bonneaus Weine stehen für kraftvollen, tiefgründigen Grenache, lange Reife und einen unverwechselbar traditionellen Stil. Aufgrund der kleinen Produktion und ihrer großen Reputation gehören insbesondere die Réserve des Célestins und die Cuvée Spéciale heute zu den begehrtesten Weinen Châteauneuf-du-Papes
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