
Bollinger – Pinot Noir und traditionelle Handwerkskunst
Champagne Bollinger wurde am 6. Februar 1829 in Aÿ gegründet. Hinter dem Haus
standen drei Persönlichkeiten: Athanase de Villermont, Paul Renaudin und Joseph
„Jacques“ Bollinger. Villermont verfügte über Weinberge, durfte als Angehöriger des
Adels jedoch selbst keinen Handel betreiben. Gemeinsam mit dem Weinfachmann
Renaudin und dem Kaufmann Bollinger entstand deshalb ein Champagnerhaus, dessen
Name heute weltweit bekannt ist.
Von Beginn an spielt Pinot Noir eine zentrale Rolle. Die Rebsorte prägt den kraftvollen,
komplexen und zugleich eleganten Stil des Hauses. Eine weitere Besonderheit ist die
traditionelle Vinifikation: Bollinger verwendet für einen Teil seiner Grundweine kleine,
gebrauchte Eichenfässer und verfügt über einen bedeutenden Bestand an
Reserveweinen. Zeit ist ebenfalls ein wesentlicher Faktor – viele Champagner reifen
deutlich länger als gesetzlich vorgeschrieben.
Zu den bekanntesten Cuvées gehören Special Cuvée, La Grande Année und R.D.
Besonders außergewöhnlich sind die seltenen Vieilles Vignes Françaises, die aus Pinot-
Noir-Parzellen mit wurzelechten Reben erzeugt werden.
Bollinger verbindet damit einen ausgeprägt vinösen Stil mit klassischer
Champagnerfrische. Das Haus ist bis heute eng mit Aÿ verbunden und gehört zu den
wenigen großen Champagnermarken, deren Identität konsequent auf Pinot Noir,
eigenem Weinbergsbesitz, traditionellen Holzfässern und langer Reife aufbaut.
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