
Château Cheval Blanc – ein außergewöhnliches Terroir von Saint-Émilion
Château Cheval Blanc liegt am Rand von Saint-Émilion unmittelbar an der Grenze zu
Pomerol und besitzt ein Terroir, das sich deutlich von den Kalksteinlagen vieler anderer
Güter der Appellation unterscheidet. Die heutige Struktur des rund 39 Hektar großen
Weinbergs entstand im 19. Jahrhundert, als Jean-Jacques Ducasse ab 1832 nach und
nach Parzellen des großen Château Figeac erwarb.
Besonders ungewöhnlich ist die Rebsortenverteilung. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts
setzte Jean Laussac-Fourcaud in großem Umfang auf Cabernet Franc neben Merlot.
Diese Kombination prägt die Identität des Weins bis heute. Cabernet Franc verleiht
Cheval Blanc Frische, Duftigkeit und eine charakteristische seidige Struktur, während
Merlot Körper, Frucht und Geschmeidigkeit einbringt.
Auch die Böden sind außergewöhnlich vielfältig. Kiesige Parzellen wechseln mit
tonreicheren Bereichen. Jede Parzelle wird entsprechend ihrer Eigenschaften separat
bewirtschaftet und vinifiziert. Diese mosaikartige Struktur macht den Weinberg zu
einem komplexen Zusammenspiel unterschiedlicher Mikroterroirs.
Der Grand Vin verbindet rote und dunkle Früchte mit Veilchen, Gewürzen und feinen
Kräutern. Kraft und Konzentration werden von außergewöhnlicher Frische begleitet. In
den vergangenen Jahren hat Cheval Blanc zudem Biodiversität und Agroforstwirtschaft
stark ausgebaut. Bäume, Hecken und andere Kulturen kehren zwischen die Reben
zurück – ein Ansatz, der das Weingut stärker als lebendiges Ökosystem versteht.
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